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Wissenswertes

Digital Rektale Untersuchung (DRU)

Ein noch auf das Organ begrenztes Prostatakarzinom ist erst ab einer bestimmten Größe zu tasten, die von der Lage des Tumors abhängt.
Die meisten Tumoren entstehen in der so genannten peripheren Zone der Prostata. Sie könnten deshalb mittels DRU entdeckt werden, wenn sie ein Volumen von mindestens 0,2 ml haben.
Tatsächlich fallen nur etwa 60% der vorhandenen Tumoren bei der DRU auf. Sie reicht deshalb zur Krebsvorsorge nicht aus und ist vor allen Dingen für die Früherkennung nicht geeignet.
Denn bei einem positiven Tastbefund, der unabhängig vom PSA-Wert erhoben wurde, haben etwa 40% der Tumoren die Prostatakapsel bereits durchbrochen, was die Heilungsaussichten verschlechtert.
Eine nervenerhaltende und damit erektionserhaltende Operation ist dann nicht mehr möglich. Die Kombination der Untersuchungen (DRU und PSA-Blutuntersuchung) erhöht dagegen die Spezifität der Krebserkennung.
Ein Prostatkarzinom ist dann zwar immer noch nicht ganz ausgeschlossen, aber doch relativ unwahrscheinlich.
Einige Patienten fragen sich, warum trotz unauffälligem PSA-Wert noch eine DRU durchgeführt wird. Hierfür gibt es zwei wesentliche Gründe:

  1. Auch bei Werten unterhalb des Grenzwertes von 4ng/ml könnte ein Tumor vorhanden sein und mittels DRU entdeckt werden. Denn es gibt sogenannte PSA-negative Prostatakarzinome. Denn gerade bei zunehmender Tumoraggressivität ist der PSA-Wert häufig nur schwach exprimiert oder kann gar ganz verloren gehen (was u. a. seine relativ geringe Sensitivität begründet). Es kann also ein sogenanntes PSA-negatives Prostatakarzinom vorliegen, welches nur durch den Tastbefund auffallen würde. Allerdings macht der Anteil an Prostatakarzinomen, die nicht durch eine PSA-Erhöhung auffallen, weniger als 5% aus.
  2. Mit der DRU kann auch Enddarmkrebs erkannt werden.
Fazit: weil die DRU schnell, schmerzarm und kostenneutral durchführbar ist, sollte diese im Rahmen der Vorsorge immer durchgeführt werden. Hier beträgt die Krebswahrscheinlichkeit bei einem auffälligen Tastbefund (der positive prädiktive Wert der DRU) noch bis etwa 30%. Bei einem PSA-Wert von weniger als 1ng/ml sinkt sie jedoch auf 4%.

Notfälle

Außerhalb der Sprechzeiten wenden Sie sich an die urologische Universitätskinik Mainz. Telefonisch ist die Hauptpforte der Universitätsklinik unter 06131-170 rund um die Uhr erreichbar, hier können Sie sich mit dem diensthabenden Urologen verbinden lassen. Die Urologie befindes sich im Gebäude 604, die Poliklinik liegt linker Hand im Erdgeschoß. Wenn Sie außerhalb der Sprechzeiten dort vorstellig werden müssen, finden Sie linker Hand der Aufzüge im Foyer ein rotes Telefon, mit dem Sie den Pflegedienst der Ambulanz anfunken können. Dieser wird Sie hereinlassen, die erst Versorgung durchführen und den diensthabenden Arzt informieren.

Übrigens: auf dem Universitätsgelände können Sie mit dem Auto parken, um z. B. Angehörige herzubringen oder abzuholen. Wenn sie das Gelände innerhalb von 30 min. wieder velassen, sind keine Parkgebühren zu bezahlen (bei Zahlung mit EC-Karte erhalten Sie 10% Rabatt).

Prostatabiopsie

Die Prostatabiopsie wird immer dann durchgeführt, wenn ein Verdacht auf eine bösartige Veränderung der Prostata vorliegt.
In der Mehrzahl der Fälle ist ein erhöhter PSA-Wert Anlass zur Biopsie. Auch ein tastauffälliger Tastbefund (oder aber natürlich beides) ist ein Grund zur Biopsie.
Die Stanzbiopsie der Prostata führen wir bei unseren Patienten persönlich in der Praxis durch. Standard ist die Entnahme von 12 Stanzzylindern (Dodekantenbiopsie).
Wenn Sie von dem ca. 5-10 minütigen Eingriff nichts mit bekommen möchten, kann die Biopsie auch in Analgosedierung durchgeführt werden. Sprechen Sie uns beim Aufklärungsgespräch darauf an.
Wie eine Prostatabiopsie abläuft und was im Einzelnen zu beachten ist, erklärt eine sehr anschauliche Broschüre, die Sie mit unten stehendem Link downloaden können.

PSA-Wert

Ab dem 45. Lebensjahr haben gesetzlich versicherte Patienten Anspruch auf eine Krebsvorsorge.
Dieses Früherkennungsprogramm beinhaltet die Abtastung der Genitalien und der dazu gehörigen Lymphknoten in der Leiste sowie die Untersuchung von Prostata und Enddarm mit dem Finger.
In den deutschen ärztlichen Leitlinien zum Prostatakarzinom gehen die verantwortlichen Experten davon aus, dass "die alleinige digitale-rektale Untersuchung (DRU) der Prostata als Früherkennungsuntersuchung nicht ausreichend" ist.
Auch in anderen Industrieländern wird die Tastuntersuchung eher als ergänzende Untersuchung eingestuft.
Nicht in der gesetzlichen Vorsorge vorgesehen ist dagegen der PSA-Test, die Untersuchung auf das prostataspezifische Antigen im Blut.
Für den Urologen gilt dieser Wert hinsichtlich der Früherkennung momentan noch als unverzichtbar, auch wenn dieser Bluttest nach wie vor umstritten ist.
Denn einerseits ist eine Erhöhung des Wertes auch durch andere Ursachen möglich (z. B. Entzündungen, Fahrrad fahren, körperliche Anstrengung, Geschlechtsverkehr), so daß möglicherweise die Entnahme von Gewebeproben (Biopsien) unnötigerweise erfolgt. Andererseits werden Prostatakarzinome entdeckt, die unnötigerweise behandelt werden, in Wahrheit aber für den Patienten im Laufe seines Lebens niemals auffällig geworden wären. Es gilt also unnötige Biopsien zu vermeiden und Prostatakarzinom, die infolge einer Biopsie diagnostiziert wurden, richtig einzuordnen.
Auch wenn der PSA-Wert kein optimaler Tumormarker ist und der endgültige Nutzen der PSA-Bestimmung hinsichtlich der Prostatakrebsfrüherkennung endgültig noch nicht geklärt ist, so halten wir Ihn in der Hand eines erfahrenen Urologen in Ermangelung an Alternativen für eine wertvolle Hilfe bei der Krebsfrüherkennung.
Wir raten Ihnen übrigens bei einer Erhöhung des PSA-Wertes und unauffälligem Tastbefund nicht zur sofortigen Biopsie. Grundsätzlich werden zunächst möglich Störfaktoren erörtert und eine erneute Bestimmung in nach ca. 6 Wochen abgewartet.

Urologische Krebserkrankungen (Uro-Onkologie)

Von den sechs häufigsten Tumorarten bei Männern in Deutschland fällt jede 2. Tumorart in den Bereich der Urologie. Dies sind das Prostatakarzinom, das Blasenkarzinom sowie das Nierenzellkarzinom und sie stehen in Bezug auf die Häufigkeit an 1., 4. und 6. Stelle. Unter den 10 häufigsten Tumoren verursachten diese 3 Karzinome 2008 beinahe 43% der Krebsneuerkrankungen.

Blasenkrebs

Blasenkrebs ist bei den Männern keine seltene Erkrankung (4. Stelle, weltweit an 5. Stelle). Bei den Frauen rangiert das Urothelkarzinom der Blase etwa an 10 Stelle. Im Vergleich zu Frauen ist das Risiko für Männer, an Blasenkrebs zu erkranken, ca. 3 mal höher. Als wichtigster Risikofaktor gilt das Rauchen. Man vermutet, daß in Europa ca. 50% der Urothelkarzinome auf Rauchen (Zigaretten, Pfeife, Zigarren) zurückzuführen sind. In den Anfangsstadien treten keine Symptome auf. Allerdings muss jede sichtbare und schmerzlose Blutbeimengung im Urin als Alarmzeichen gesehen werden - hier bedarf es einer urologischen Abklärung. Unsichtbare, z.B. nur durch einen Urintest (Streifentest und/oder Mikroskopie) festgestellte Blutbeimengung im Urin, können ein Frühsymptom eines Blasenkrebses sein.

Hodenkrebs

Hodenkrebs ist zwar bezogen auf die männliche Gesamtbevölkerung insgesamt selten, ist aber die häufigste bösartige Tumorerkrankung bei Männern im Alter zwischen 15 und 45 Jahren. Eines der ersten Anzeichen ist eine schmerzlose Verhärtung im betroffenen Hoden. Da die Verhärtung ganz überwiegen nicht schmerzhaft ist, warten viele Männer häufig erst einmal die weitere Entwicklung ab. Gerade das ist aber falsch. Gerade schmerzlose Verhärtungen am Hoden sind suspekt und sollten umgehend urologische abgeklärt werden. Daher können wir Männern nur raten, sich regelmäßig selbst die Hoden zu untersuchen, und bei Auffälligkeiten zeitnah einen Urologen aufzusuchen.

Nierenkrebs

Der bösartige Tumor einer Niere wird heute in der überwiegenden Mehrzahl als Zufallsdiagnose bei einer Ultraschalluntersuchung festgestellt. Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Bezogen auf die Krebsneuerkrankungen in Deutschland steht es bei Männern an 6. Stelle, bei Frauen etwa an 11. Stelle. Diese Erkrankung macht in den Frühstadien keinerlei Symptome, erst in Spätstadien kann es zu Schmerzen oder auch Blutbeimengungen im Urin kommen. Die Therapie und Prognose dieser Erkrankung hat sich in den letzten Jahren durch herausragende Innovationen der Forschung und Pharmaindustrie entscheidend verbessert.

Prostatakrebs

Der größte bislang bekannte Risikofaktor, an einem Prostatakarzinom zu erkranken, ist das Alter; die Erkrankungshäufigkeit steigt sprunghaft zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr an. Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern im höheren Lebensalter. Die Behandlungsmöglichkeiten sind heute vielfältiger denn je und reichen von der aktiven bzw. abwartenden Überwachung ohne Therapie bis hin zur kurativen Operation oder Strahlentherapie. Auch bereits fortgeschrittener Prostatakrebs läßt sich dank moderner Forschung heute effektiver denn je behandeln. Neben der Chemotherapie sind in den letzten Jahren innovative neue Substanzen in Tablettenform auf en Mark gekommen. Welche Therapieoptionen für Sie am ehesten in Frage kommen, besprechen wir gerne mit Ihnen. Bei der Deutschen Krebshilfe e.V. finden Betroffene eine sehr gute Broschüre zum Download.

Vorsorge

Ab dem 45. Lebensjahr haben gesetzlich versicherte Patienten Anspruch auf eine Krebsvorsorge. Dieses Früherkennungsprogramm beinhaltet die Abtastung der Genitalien und der dazu gehörigen Lymphknoten in der Leiste sowie die Untersuchung von Prostata und Enddarm mit dem Finger. In den deutschen ärztlichen Leitlinien zum Prostatakarzinom gehen die verantwortlichen Experten davon aus, dass "die alleinige digitale-rektale Untersuchung (DRU) der Prostata als Früherkennungsuntersuchung nicht ausreichend" ist. Auch in anderen Industrieländern wird die Tastuntersuchung eher als ergänzende Untersuchung eingestuft. Nicht in der gesetzlichen Vorsorge vorgesehen ist dagegen der PSA-Test, die Untersuchung auf das prostataspezifische Antigen im Blut. Für den Urologen gilt dieser Wert hinsichtlich der Früherkennung momentan noch als unverzichtbar, auch wenn dieser Bluttest nach wie vor umstritten ist. Da urologische Krebserkrankungen insbesondere bei Männern häufig sind (s. urologische Krebserkrankungen) halten wir zusätzlich die Durchführung eines Ultraschalls sowie die Untersuchung von Urin für sinnvoll.

Downloads/Informationen

Hier finden Sie unter anderem Informationen zu:
Vasektomie (Sterilisation) Download
Prostatabiopsie Download
SEED Implantation Download

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